Aktuelles aus Stein

Neuigkeiten, AnkĂŒndigungen und Termine

Neuigkeiten aus Stein

An dieser Stelle lesen Sie aktuelle Berichte aus dem Internat, der Schule und den SchĂŒlern 


Kalender

Alle Termine auf einen Blick: Kalender (PDF)


Worte des Elternvertreters an die Abiturienten

Preisfrage:
Welche Voraussetzungen bracht eine zukĂŒnftige englische Königin ?
Antwort:
Die richtigen Verbindungen, ein paar aristokratische Hobbies und .... eine sehr gute Schule.

Womit wir beim Thema wÀren:

Liebe Mitglieder der Absolvia 2011 mit Eltern und Angehörigen,
sehr geehrte Familie Ziegler,
sehr geehrter Herr Motzer mit Lehrer- und Erzieherkollegium,
sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule Schloss Stein !

Gestatten Sie mir gleich zu Beginn als Vertreter der Elternschaft dieses Abiturjahrganges eine sehr persönliche Überlegung:
Wie erahnt ein junger Mensch bei seinem ersten Besuch in Stein: Das hier kann meine zweite Heimat werden ! – Dieser ruhige Innenhof, gesĂ€umt von alten, mehr oder weniger imposanten GebĂ€uden mit kleinen, markant-modernen Details ?
Was bringt das MĂ€dchen, den Jungen dazu, seinen Eltern zu sagen: Hier will ich bleiben, meldet mich an meiner alten Schule ab ! – Ist es das große und das kleine Besucherzimmer im 2. Stock mit Herrn Ziegler, welche an Hogwards denken lassen (Herr Ziegler, Geduld, das mit dem Bart von Professor Dumbledore wird schon noch !) - ist es die fĂŒrsorgliche Aufnahme durch den jeweiligen Betreuer, sind es die aufmunternden und manchmal prophetischen Aussagen: „Ihr Kind ist in Ordnung, lassen Sie es los, wir können uns ganz anders um Ihren Nachwuchs kĂŒmmern als Sie !“

Es mag nicht bei jedem von Ihnen, sehr geehrte Mit-Eltern, dramatisch verlaufen sein, aber Ihr Kind hatte mit seinem „BauchgefĂŒhl“ recht: Die Schle Schloss Stein ist eine sehr gute Schule !

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten,
Herr Dr. Koch, mit dem zusammen ich das VergnĂŒgen hatte, fĂŒr Euch Berufe der Eltern vorzustellen, hat es, wenn Ihr Euch erinnern könnt, klar ausgedrĂŒckt: Ihr habt die große Chance, das GlĂŒck gehabt
(und es genutzt !), an dieser Schule Euer „Bayerisches Abitur“ zu machen.
Dieser Aussage kann ich mich nur anschließen:
Ihr habt das Privileg genossen, an einer Schule zu sein, die Übersichtlichkeit, die Geborgenheit vermittelt, Erzieherinnen und Erzieher als stĂ€ndige Bezugspersonen zu haben und mit Lehrern zu arbeiten, die ihren Beruf als Berufung und nicht als Job ansehen – was mitunter heftig zu Eurer Persönlichkeitsbildung beitrug, denn die wenigsten unter Euch waren nur „brave LĂ€mmer“ in einer folgsamen Herde.
Wer unter Euch geglaubt hat, an dieser Schule muss ich nichts tun, der wachte bald auf dem harten Boden der RealitĂ€t auf. Wenn „er“ oder „sie“ sich eines besseren besonnen hat, je nach Typ „interdum“ oder „semper“ geschwitzt und gearbeitet hat, dann durfte „er“ oder „sie“ mit individueller Förderung rechnen, wie sie an öffentlich – staatlichen Schulen nur noch eine Ausnahmeerscheinung darstellt.
NatĂŒrlich gab es „Spezialisten“, die beratungsresistent alles besser – und damit nichts - wussten und die auch nicht bereit waren, wenigstens ihre Ohren auf Empfang zu tunen.
Die fanden sich eines Tages v o r der Schule wieder – aber selbst da noch versehen mit dem Hinweis, wo fĂŒr sie doch noch ein Dach ĂŒberm Kopf zu finden sei ...
Talente wurden hier in Stein gesucht und gefunden, sei es als Sportler, Musiker (ich darf hier an die „Black Eagles“ erinnern!) oder als darstellender KĂŒnstler. Mancher Mama blieb beinahe das Herz stehen, wenn ihr Sohn anlĂ€sslich einer fulminanten TheaterauffĂŒhrung elegant in knappster Kleidung eine „bella figura“ abgab.
Gemeinschaftswochenenden, an staatlichen Gymnasien unbekannt, haben Euch an Stellen und Orte gefĂŒhrt, die fĂŒr immer in Erinnerung bleiben werden – und Ihr wisst ja; „Bildung ist das, was bleibt, wenn man das Gelernte vergessen hat“ (Kardinal Reinhard Marx, MĂŒnchen).

FĂŒr dies alles gilt es, von Seiten der Eltern Dank zu sagen:

Zuvorderst Ihnen, Herr Ziegler, der Sie mit Ihrem Verwaltungsteam tĂ€glich die verschiedensten Interessen eines „inhabergefĂŒhrten Bildungsbiotops mit angeschlossener Brauerei ohne deren Gewinn“ unter einen Hut zu bringen haben und das bei einer krassen und ungerechten staatlichen Unterbezuschussung der privat gefĂŒhrten Bildungsinstitutionen.
In etlichen Situationen konnte ich miterleben, wie Sie, mal diplomatisch elegant, mal mit deutlichsten Worten und Taten, aber immer im Sinne der Ihnen anvertrauten jungen Menschen, gedacht und gehandelt haben.

Ihnen, sehr geehrter Herr Motzer, der Sie in bewundernswerter Weise stellvertretend fĂŒr das ganze Lehrerkollegium verkörpern, was einen guten PĂ€dagogen ausmacht: EinfĂŒhlungsvermögen, Sorgfalt, Persönlichkeit, unendlich viel Geduld mit unseren Kindern und dabei das Ziel der schulischen Bildung immer im Auge zu behalten. Dank und Respekt fĂŒr Ihre außerordentliche Leistung.

Ihnen, den Betreuerinnen und Betreuern, die Sie mit dem richtigen Maß an FĂŒrsorge mit den JĂŒngeren, an Disziplin und Vertrautheit ohne kumpelhaftes Anbiedern mit den Älteren fĂŒr alle privaten Sorgen und Nöte ein offenes Ohr gehabt haben – bereit, auch deutliche grenzen zu setzen. Meine Hochachtung und meinen Dank dafĂŒr.

Dank gebĂŒhrt in gleichem Maß auch den sichtbaren und unsichtbaren „Schloss-Geistern“ in BĂŒro, KĂŒche, Werkstatt und „house-keeping“, deren verantwortungsvolle Wahrnehmung ihrer Aufgaben dem Zusammenleben in diesem „Biotop Schloss Stein“ die Grundlage geben.

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten,
mit dem heutigen Tag werdet Ihr vom „Steiner SchĂŒler“ zum „Altsteiner“, und Ihr könnt mir glauben, wir Eltern sind sehr stolz auf Euch !
Ihr werdet nach etlichen Jahren Intensivbetreuung mit dem ausbildungsmÀssig besten in Deutschland erhÀltlichen Papier, dem bayerischen Abiturzeugnis, auf die Schienen Eueres weiteren Lebens gesetzt.
Es wird ab jetzt Eurer Sache sein, ob Ihr als zuverlĂ€ssiger Intercity Eueren Dienst in der Gesellschaft tut, ob Ihr als hart arbeitender GĂŒterzug das RĂŒckgrat unserer Wirtschaft werdet, oder ob Ihr als schneller ICE in unserem Land die Glanzlichter setzt.

Als Vertreter Euerer Eltern wĂŒnsche und hoffe ich, dass dann die Signale an Euerem weiteren Lebensweg immer auf „GrĂŒn“ stehen !
Alles Gute !

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Mo, 16. Mai 2011