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Abenteuercamp in Österreich

Eine Erfahrung der besonderen – weil abenteuerlichen – Art machten die „großen Jungs“ während des Gemeinschaftswochenendes Anfang Mai: Sie fuhren mit ihrem Erzieher Luis Pires nach Österreich in ein Tal unweit des Attersees. Dort wurden sie von den Outdoor-Guides Markus und Eva in Empfang genommen. Schon bei der Ankunft standen die 14 Jungs vor einer Herausforderung: Wie bitte möglichst trockenen Fußes den knietiefen Fluss überqueren? Nach kurzer Analyse der Lage wurde es praktisch: mit Steinen und Baumstämmen bauten sie einen Übergang. Wer einen guten Gleichgewichtssinn besaß, behielt trockene Füße. Nach kurzem Marsch zum Lagerplatz erklärte Markus die anstehenden Aufgaben: Planen spannen, Feuerstelle einrichten, viiieeeel Feuerholz suchen, Kühlschrank für die Lebensmittel bauen … Alle packten mit an waren bei bestem Wetter einige Zeit beschäftigt. 

Als das Gemeinschaftszelt stand, konnten sich die Jungen einen Schlafplatz suchen und diesen einrichten. Einige stießen bei ihrer Suche nach Feuerholz auf einen Wasserfall, den sie gleich für eine sehr erfrischende Dusche (mit Shampoo!) nutzten. Anschließend wurde am Lagerfeuer reichlich gegessen (so viel Aktivität macht hungrig!!): Grillfleisch, Stockbrot und Nudeln Bolognese standen auf der Karte. Dazu gab es die gut gekühlten Getränke aus dem Naturkühlschrank. 

Bis in die Nacht hinein saßen alle am Lagerfeuer zusammen. Es wurde gespielt, es ist nicht bekannt, ob auch gesungen wurde. Eine Gitarre war jedenfalls vor Ort. 
Die Nacht sollte kurz und aufregend werden: Ab 3 Uhr begann es heftigst zu regnen. Was aber mehr störte als die Nässe – man war ja durch Planen geschützt – war die Lautstärke der Regentropfen auf den Planen. So schliefen einige mehr, andere weniger …

Trotz Regens gab es ein üppiges Frühstück (Kaiserschmarrn! – Friedrich weiß jetzt, wie es geht), bevor das Lager abgebrochen wurde. Der Fluss war inzwischen zu doppelter Breite und Tiefe mit heftiger Strömung angeschwollen. Da gab es keine Chance auf trockene Querung. Oder? Doch, klar: die Profis bauten mit den Jungen einen Flaschenzug über den Strom und an Karabinern wurden die Gepäckstücke ans andere Ufer geschafft.  

Verluste? Nur fast: ein Rucksack – abgetrieben in der starken Strömung des Flusses, gerettet von Hr. Pires. Ansonsten keine... Doch: ein Paar Bergschuhe, die der Belastung dieses Naturerlebnisses nicht gewachsen waren und schon bei Ankunft in Österreich anfingen, sich in diverse Lagen Sohle und andere Bestandteile aufzulösen. 
Am Sonntag saßen alle Beteiligten sehr zufrieden, müde, ziemlich nass und mit dem Wunsch nach einer heißen Dusche in den Bussen zurück nach Stein. 
Die Siesta am Sonntagnachmittag war – vermutlich – ausgedehnt. 

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Di, 23. Mai 2017