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P-Seminar Sport fÀhrt zum Hahnenkammrennen

UrsprĂŒnglich sollte unsere Fahrt zum Hahnenkammrennen nach KitzbĂŒhel eine Art Zugabe fĂŒr die tolle Leistung des P-Seminars aus dem Semester 2016/17 dienen. Dort wurde bereits bravourös ein Skiwochenende fĂŒr die damalige Q11 und Q12 in Saalbach-Hinterglemm organisiert.

Bereits im September 2017, als es an die Buchung der Unterkunft ging, zeichnete sich ab, dass dieses Unterfangen recht abenteuerlich werden sollte.

So konnte man im gesamten Umkreis von KitzbĂŒhel fĂŒr dieses Wochenende keine Zimmer, die einigermaßen erschwinglich waren, mehr finden.
Umso grĂ¶ĂŸer war dann die Freude, als man doch noch ein paar freie Betten in einem – wie wir dachten -  ehemaligen Bauernhof, eine halbe Fahrstunde von KitzbĂŒhel entfernt in Fieberbrunn, ergattern konnte.

Dass der „ehemalige“ Bauernhof doch noch sehr aktiv war, bemerkten wir gleich nach der Ankunft. Empfangen von einer netten Dame, machte sich im Haus sofort ein penetranter Geruch nach Kuhstall, der sich bis in die Zimmer verteilte, breit. Schon zuvor die Auffahrt dorthin war nicht ganz ohne und wir waren sehr froh, dass (noch) nicht mehr Schnee lag und wir mit viel Schwung die steile und enge, kilometerlange Auffahrt erklimmen konnten.

Guter Dinge machten wir uns am nĂ€chsten Morgen auf zur Streif und gingen (besser liefen) zu Fuß zum Bahnhof, um pĂŒnktlich den ersten Zug zu erreichen. Nach einem krĂ€ftezehrenden Zwischensprint durch kniehohen Schnee erreichten wir verschwitzt und außer Atem, aber pĂŒnktlich den Bahnsteig. Lediglich der Zug ließ auf sich warten, der schließlich aufgrund der extremen SchneeverhĂ€ltnisse noch komplett ausfallen sollte. So warteten wir geduldig ĂŒber eine Stunde auf den nĂ€chsten Zug, der uns dann doch endlich an die Streif, die berĂŒchtigste und hĂ€rteste Abfahrt im Weltcupzirkus, brachte.

Dort angekommen waren wir sofort gefesselt von der besonderen und einzigartigen AtmosphĂ€re, die uns den ganzen Tag ĂŒber begleiten sollte. Unser Vorhaben, bis zur „Hausbergkante“ hochzulaufen, gestaltete sich zu einer echten Herausforderung. Vor allem Runa zeigte aufgrund ihrer spiegelglatten Sohlen, dass sie aktuell den Titel unserer „Sportlerin des Jahres“ mehr als verdient trĂ€gt. FĂŒnf Meter harte Arbeit nach oben – oftmals auf allen Vieren - ließen meist wieder vier Meter abruptes Abrutschen nach unten folgen.
Schließlich dort angekommen, haben sich sĂ€mtliche MĂŒhen gelohnt. Es war schon sehr beeindruckend aus nĂ€chster NĂ€he zu sehen, in welchem Tempo sich die Rennfahrer ĂŒber die Ă€ußerst schwierigen Passagen hinabstĂŒrzten.
Das SahnehĂ€ubchen des Tages war natĂŒrlich, dass mit Thomas Dreßen nach 39 Jahren erstmals wieder ein deutscher RennlĂ€ufer das Hahnenkammrennen gewinnen konnte.

Die besondere Stimmung genossen wir auch noch am Abend in KitzbĂŒhel, an dem nicht nur die Deutschen, sondern selbst viele Österreicher noch ĂŒberwĂ€ltigt und ergriffen waren vom Sieg von Thomas Dreßen.

Am nÀchsten Tag war diesmal selbst Skifahren geplant, aber ein erneuter Ausfall unseres Zuges wusste dies zu verhindern. So besichtigten wir noch einen Teil des Slalomrennens und machten uns wieder rechtzeitig auf den Weg nach Fieberbrunn, um unsere Koffer zu holen und nach Stein abzureisen.

Doch das Abenteuer war noch nicht zu Ende, denn diesmal zeigte sich die Auffahrt mit dem Bus zu unserem Bauernhof aufgrund des Schneefalls doch noch von ihrer widerlichen Seite. Nach mehreren gescheiterten AnlĂ€ufen planten wir schon mit einer erneuten Wanderung bis dort oben. Nach einer schöpferischen Pause in der örtlichen Pizzeria versuchten wir unser GlĂŒck noch einmal, und tatsĂ€chlich konnten wir es diesmal schaffen und uns doch noch auf den wohlverdienten Heimweg nach Stein machen.

Trotz aller UmstÀnde war dies ein tolles, erlebnisreiches und abenteuerliches Wochenende.

Dem P-Seminar mit Runa, Vici, Sebastian, Jordan und Lucas sei an dieser Stelle nochmals fĂŒr zwei wunderschöne und erfolgreiche Semester und schließlich fĂŒr ihr besonderes „Durchhaltevermögen“ an diesem Wochenende in KitzbĂŒhel zu danken.

Andreas Meckl

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Mo, 5. Februar 2018